Milch und Milchprodukte sind ein essentieller Bestandteil unser Ernährung und sollten als wichtigster Calciumlieferant auf keinem Tisch fehlen.
Ein Viertelliter Milch am Tag ist optimal für die ausreichende Versorgung mit Calcium (u.a. gut für die Zähne und verhinder frühzeitigen Zahnersatz/Implantate). Diesen Bedarf können auch Kinder leicht decken. Morgens etwas Milch übers Müsli geben und zwischendurch einmal eine Tasse Kakao oder ein leckerern Shake und die Versorgung ist gesichert.
Selbst Milchmuffel kann man mit leckeren Puddings oder mit Milch zubereiteten süssen Grießspeisen meist überzeugen. Für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium sehr wichtig. Ihre Knochen befinden sich noch im Wachstum. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es für Erwachsene wichtig ist, in der Kindheit genug Calcium einzulagern, um die Knochen bis ins hohe Alter gesundzuerhalten. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme für eine spätere Osteoporose liegt also in der Kindheit.
Natürlich sollten insbesondere Frauen auch im Erwachsenenalter ausreichend Milch- und Milchprodukte verzehren, um dieser gefürchteten und vermeidbaren Krankheit Paroli zu bieten. Milch hat aber noch andere Vorzüge. Sie ist sehr leicht verdaulich und belastet nicht. Sie ist deshalb eine geeignete Zwischenmahlzeit für Sportler und aktive Menschen. Milch- und Milchspeisen sättigen dabei angenehm und halten den Blutzuckerspiegel lange konstant, was Heißhungerattacken zu vermeiden hilft und damit auch der Gewichtskontrolle dient.
Milch gibt es in unterschiedlichen Sorten. Zunächst einmal wird zwischen Frischmilch und H-Milch unterschieden. Letztere wird durch kurzes Erhitzen bei hoher Temperatur haltbar gemacht. H-Milch eignet sich hervorragend zur Vorratshaltung. Von echten Milchfans wird jedoch die Frischmilch wegen ihres besseren Geschmacks bevorzugt. Sie ist jedoch nur wenige Tage haltbar und sollte nach dem Öffnen bald verzehrt werden. Vom Vitamingehalt her unterscheiden sich Frischmilch und H-Milch kaum. Sowohl Frischmilch als auch H-Milch werden pasteurisiert, um unerwünschte Keime abzutöten. Für Kinder und immunschwache Personen ist dies besonders wichtig. Unbehandelte Rohmilch, wie man sie direkt vom Bauern oder auch im Handel bekommt, ist für diese Personen nicht geeignet. Sollte man die Milch direkt vom Bauern beziehen, empfiehlt sich daher ein kurzes Abkochen.
Biomilch wird auch pasteurisiert, aber in der Regel nicht homogenisiert. Dadurch setzt sich auf der Milch ein Fettpfropfen ab, der sich durch Aufschütteln beseitigen läßt. Menschen, die Milch normalerweise nicht vertragen, können einen Versuch mit nicht homogenisierter Milch machen. In einigen Fällen wird diese Milch vertragen.
Die verschiedenen Milchsorten unterscheiden sich ansonsten noch durch ihren Fettgehalt von 0,1% bis 3,8%. Wer auf die schlanke Linie oder die Blutfettwerte achten möchte, nimmt lieber eine fettarme Variante.
Wenn wir Mitteleuropäer von Milch reden, meinen wir damit die Kuhmilch. Sie ist beliebt wegen ihres milden Geschmacks. Stutenmilch ist sehr teuer und meist als exotischer Badezusatz oder bei Hautleiden bekannt. Ziegenmilch schmeckt vielen etwas zu streng. Reisende in den Orient haben vielleicht schon einmal Kamel- oder Yakmilch genossen und als eines der eindrücklichsten Erlebnisse ihres Lebens in Erinnerung. :-)
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