Lebensmittel & Getränke › Ohne Gentechnik

Der Großteil der Produzenten nicht tierischer Lebensmittel richten sich nach den Wünschen der Verbraucher und verzichten weitestgehend auf gentechnisch veränderte Produkte. Anders ist das bei Fleisch- und Milchprodukten. Hier wird zur Fütterung zumeist auf Futtermittel zurückgegriffen, das in der Regel auf gentechnisch veränderten Mais und Soja basiert. Laut EU-Verordnung ist dies kein Problem, in Deutschland hingegen fallen sie nicht unter das Siegel “Ohne Gentechnik“.

Nun stellt sich noch die Frage, weshalb die Gentechnik eine solche negative Bedeutung in unserer Gesellschaft besitzt. Bisher ist die Wirkung der veränderten Produkte auf den menschlichen Organismus weitestgehend unbekannt. Laut Greenpeace bestehe allerdings die Gefahr, dass derartige Produkte vermehrt allergische Reaktionen beim Menschen hervorrufen können. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen verbreiten und nach und nach die Natürlichkeit aus unserem Leben verdrängt. Welche Kriterien müssen Lebensmittel also erfüllen, damit Sie als Verbraucher die Sicherheit haben, dass die Produkte der strengen deutschen Verordnung entsprechen?



Die Regelung für genetisch unveränderte Lebensmittel ist in Deutschland weitaus strenger als in Europa. Seit dem 1. Mai 2008 ist diese in kraft getreten und orientiert sich an der österreichischen Verordnung. Danach dürfen Erzeuger von Milch, Fleisch und Eiern ihre Tiere seit mindestens zwei Jahren nicht mit gentechnisch veränderten Futtermittel versorgen. Diese Futtermittel sind nach der EU-Verordnung 1829/2003 und 1830/2003 nicht kennzeichnungspflichtig. Zusätze, wie Vitamine, Aminosäuren und Tierarzneimittel, in der Nahrung der Nutztiere fallen nicht in diese Verordnung.

Anders bei unseren Nahrungsmittel. Hier dürfen selbst Zusatzstoffe, Enzyme und Vitamine nicht durch ein auf Gentechnik beruhendes Verfahren hergestellt werden. Als Gentechnik frei gelten zudem Lebensmittel, deren Saatgut, Bodenverbesserer, Dünge- und Pflanzenschutzmittel mit dieser Regelung übereinstimmen.

Wenn Sie also sicher sein wollen, dass Ihre Lebensmittel ohne Gentechnik hergestellt wurden, sollten Sie auf Produkte mit dem bekannten Bio-Siegel oder der Auszeichnung “Gentechnik-frei erzeugt”/ “Ohne Gentechnik hergestellt” zurückgreifen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Firmen, die sich den Wünschen der Verbraucher beugen und aus eigener Überzeugung nur auf gentechnisch freie Zutaten bei der Herstellung ihrer Lebensmittel zurückgreifen. Dazu zählt die Handelskette Tegut, die Molkerei Campina und ihre Marke Landliebe, die bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall und der Geflügelproduzent Stolle.

Alle Milchbauern Österreichs verzichten auf gentechnisch veränderte Futterpflanzen für ihre Tiere. Andere Firmen mit dieser Ideologie ist die Handelskette Edeka Nord mit der Eigenmarke “Unsere Heimat” für Milchprodukte, die Marke “Bergbauern“, die Milchmarke “Die faire Milch“, “Rottaler Milchquell“, “Berchtesgadener Land” usw. Eine genaue Liste aller Anbieter finden Sie im Einkaufsratgeber von Greenpeace.

(http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/gentechnik/Genratgeber_10.8.2010.pdf)

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Veröffentlicht am 21. September 2010 um 09:07 von admin · Permalink · Kommentieren
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